Nach einer Untersuchung des Unternehmens „mindtake“ (https://www.stepstone.de/Karriere-Bewerbungstipps/eyetracking/) hält lediglich jeder zehnte Personaler die Arbeitszeugnisse für den wichtigsten Bestandteil einer Bewerbung. Wichtiger sind nach der Untersuchung das sogenannte Motivationsschreiben und der Lebenslauf der Bewerber. So hält etwa jeder fünfte Personaler das Motivationsschreiben für den wichtigsten Bestandteile der Bewerbung. Den Lebenslauf der Bewerber hingegen halten etwa sieben von zehn Personaler für den wichtigsten Bestandteil. Obwohl der Lebenslauf der wichtigste Bestandteil nach dieser Umfrage und Untersuchung ist, verwenden die zuständigen Personaler lediglich ca. 43 Sekunden, um den Lebenslauf zu „überfliegen“.

Tipp: im Rahmen von Kündigungsschutzprozessen sollte immer auch der Lebenslauf berücksichtigt werden und gegebenenfalls auch eine niedrigere Abfindung in Kauf genommen werden, wenn hierdurch Lücken im Lebenslauf vermieden werden können. Im Hinblick auf Zeugnisse sollte stets darauf geachtet werden, dass diese zumindest keine negativen Wertungen beinhalten, die von Standardformulierungen oder Bewertungen abweichen. Es sollte daher keine Bewertung schlechter als die durchschnittliche Bewertung (befriedigend) sein. Darüber hinaus sollte das Zeugnis auch immer auf den letzten Tag der Beschäftigung datieren und Zeugnis sollten keine versteckten, negativen Bewertungen vorhanden sein. Ob im Zeugnis hingegen als Note eine zwei oder eins steht, ist häufig zweitrangig. Vor allem wenn die übrigen Zeugnisbewertungen nicht gerade positiv sind oder auch eine betriebsbedingte Kündigung vorliegt, obwohl der Betrieb noch weiter existiert, kann eine solche Bewertung sogar letztlich äußerst negativ sein.